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Keep calm and have some Apple Scones

In der Zwischenzeit hatte ich genügend Zeit, um mich in Newcastle einzuleben, die Stadt und die Umgebung zu erkunden und die Küche mit den nötigsten Backutensilien auszustatten – und eins kann ich euch sagen: Für einen Backfreak wie mich ist das hier das Paradies! In jedem kleinen Supermarkt finde ich Fondant, Lebensmittelfarbe und andere Kleinigkeiten, die mein Herz höher schlagen lassen. Oft muss ich mich zusammenreissen nicht die Regale leerzukaufen und mich selbst daran erinnern, dass ich vielleicht mal auf mein erstes Gehalt warten sollte, bis ich auf eine ausgedehnte Shoppingtour gehe.

Dennoch wurde es allmählich Zeit, mich hinter den Back-Herd zu begeben und die Wohnung mit dem Geruch von Selbstgebackenem bekannt zu machen. Da kam es mir gerade recht, dass es wieder eine neue Runde von Claras Aktion „Ich back’s mir“ gab. Das Thema dieses Monat: Äpfel.

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Was sollte es also werden? Erst dachte ich an klassischen Apfelstrudel, um ein wenig Heimat in die fremde Umgebung zu bringen, doch den Gedanken verwarf ich genauso wie die nächste Idee (Apple Pie) schnell wieder – zum einen zu aufwendig, zum andren kannte ich den Backofen noch nicht und wollte deshalb lieber auf Nummer sicher gehen. Und das war eine gute Idee! Wie sich herausstellte, ist der Ofen etwas – nun ja, nennen wir es mal eigenwillig. Vorheizen dauert ewig und auch dann erreicht er nicht mehr als geschätzte 150°C. Außerdem funktioniert nur die Oberhitze so richtig. Ob ein Biskuitteig in den kommenden 8 Monaten zu backen ist, ist wohl fraglich. Anpassung ist gefragt und deshalb werde ich in nächster Zeit wohl etwas rumexperimentieren!

Um wieder zurück aufs Thema zu kommen – die Verarbeitung der Äpfel. Nach langem hin und her überlegen hab ich mich entschieden, meinen Backeinstand hier in Großbritannien mit etwas typisch britischen zu feiern: Scones! Dabei handelt es sich um Gebäck, das typischerweise zum Afternoon- oder 4-o’clock-Tea serviert wird und in den verschiedensten Geschmacksrichtungen angeboten wird: Für die Minimalisten gibt es Plain Scones, also einfach nur zartes, fluffige weiches Gebäck ohne viel Trara, das mit clotted cream oder Sahne und Marmelade genossen wird. All jenen, die etwas experimentierfreudiger sind, eröffnet sich eine ganz eigene Welt: Da gibt es Fruit Scones, Pumpkin Scones, Blueberry Scones, Buttermilk Scones und vieles mehr – der Fantasie sind (fast) keine Grenzen gesetzt. Ich hab‘ mich – dem Motto entsprechend – für leckere Apple Scones entschieden und diesen mit einer Karamellglasur noch den Feinschliff gegeben. Ein Gedicht und mit einer Tasse Tee genau das Richtige für einen kuschligen Herbstnachmittag!

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Apple Scones mit Karamellglasur

Zutaten

Für die Scones
2 Äpfel (am besten Gala oder Granny Smith), in Stückchen geschnitten
1 Esslöffel Butter
2 Esslöffel Rohrzucker

250g Mehl (mehr bei Bedarf)
1 Teelöffel Backpulver
1 Esslöffel Zucker
1 Prise Salz
1 (großzügige) Prise Zimt
3 Esslöffel kalte Butter, in kleinen Stücken
150ml Milch oder Sahne
Zucker, nach Bedarf

Für die Karamellglasur
2 Teelöffel Butter
50g Rohrzucker
2 Esslöffel Milch
180g Puderzucker

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Und so wird’s gemacht:

Als erstes werden die Äpfel gekocht: Dafür gebt ihr die Butter in eine Pfanne und lasst sie schmelzen. Dann gebt ihr die Äpfel hinzu und kocht sie unter rühren solange, bis sie weich, aber aber trocken sind. Rohrzucker darüber geben, umrühren und auskühlen lassen.

Währenddessen Mehl, Backpulver, Zucker und Zimt vermengen. Die Butterstückchen dazugeben und mit den Fingern einarbeiten, bis eine bröslige Masse entsteht. Dann rührt ihr die ausgekühlten Äpfel ein und gebt die Milch/Sahne hinzu. Bearbeitet den Teig nun am besten mit einem Spachtel bis er anfängt, eine Kugel zu formen. Nun gebt ihr ihn auf ein Brett oder eine andere (saubere!) glatte Oberfläche und knetet ihn mit den Händen, bis er homogene und elastisch ist. Gebt bei Bedarf ein wenig Mehl hinzu. Wickelt ihn in Frischhaltefolie ein und gebt ihn für 30 Minuten in den Gefrierschrank.

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Heizt den Ofen auf 180°C vor. Holt den Teig aus dem Gefrierschrank, gebt ihn auf ein Backpapier und formt eine Scheibe und schneidet ihn in Stücke (wie einen Kuchen oder eine Pizza). Schiebt die Stücke ein wenig auseinander, bestreicht sie mit ein wenig Milch und streut Zucker darüber. Für 15 bis 20 Minuten backen (oder, wenn euer Ofen ungefähr so effektiv ist wie meiner, für eine Stunde) bis sie golden sind.

Für die Karamellglasur die Butter in einer beschichteten Pfanne schmelzen lassen, den Rohrzucker und die Milch einrühren. Bei mittlerer Hitze für eine Minute köcheln lassen und in eine Schüssel geben. Den Puderzucker hinzugeben und mit dem Mixer einrühren, bis ihr die gewünschte Konsistenz erreicht habt. Über die noch warmen Scones geben und genießen!

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lauradreamsofcakes

Schön, dass du vorbeischaust! Hier dreht sich alles rund ums Backen. Schau dich ruhig ein wenig um! Ob Kuchen, Torte, Cupcakes oder Tarte - bei mir findest du sicher das passende Gebäck, um dir den Tag zu versüßen!

  • Persis

    Ein Gefällt-mir-Sternchen habe ich ja schon hiergelassen, aber nun muss ich auch noch mal direkt sagen, wie lecker Deine Scones klingen. Apfel und Karamell sind ein unschlagbares Team.
    Übrigens bin ich sehr neidisch auf Deine neue Heimat! Auch wegen der von Dir erwähnten Supermarktmöglichkeiten. Ich habe vor zwei Nächten tatsächlich davon geträumt, dass ich mit der Fähre auf die Insel rübergeschippert bin, um mir Pumpkin Spice M&Ms zu kaufen. Total bekloppt!

    14. Oktober 2014 at 21:21 Antworten
    • lauradreamsofcakes

      Also ich hab ja geschaut und gesucht aber – M&M Pumpkin Spice scheinen in meiner Gegend unauffindbar zu sein! Sollt’s die wenn ich im Dezember in London bin noch geben, kommen die auf schnellstem Weg zu dir!

      20. Oktober 2014 at 23:37 Antworten
      • Persis

        Huch Laura, mein Kommentar war jetzt nicht als Wink mit dem Zaunpfahl gemeint! Andererseits wäre ich schon bekloppt, wenn ich mich gegen lecker Happi von drüben wehren würde 😉

        FALLS Du tatsächlich auf die verrückte Idee kommen solltest, möchte ich aber gern Deine Adresse haben, damit ich Dir im Gegenzug was Feines aus der alten Heimat schicken kann 🙂

        29. Oktober 2014 at 12:15 Antworten

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