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Sticky Toffee Pudding

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Heute gibt’s mal wieder einen Gastbeitrag. Kevin bloggt auf „Law of Baking“ und teilt dort mehrmals die Woche wunderbare Rezepte. Als einen der wenigen Männer in unsrem „Business“ kann ich ihn euch nur ans Herz legen! Dank seinem Prüfungsstress hab’ ich heute die Ehre, seine Leser mit einem Rezept zu versorgen. Den Beitrag findet ihr hier, das Rezept hab ich natürlich auch für euch. Da Kevin nicht nur die Liebe zum Backen, sondern auch die zur britischen Insel mit mir teilt, lag es klar auf der Hand, dass es heute ein landestypisches Dessert werden musste.

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Zum ersten Mal probiert habe ich diesen Nachtisch als ich im Herbst hier angekommen bin und mir zu Beginn Schottland ein wenig angesehen habe. In einem kleinen Restaurant in Stirling hat mir der Kellner dann „Sticky Toffee Pudding“ zum Abschluss des Essens empfohlen – und somit eine wunderbare Liebesgeschichte iniziiert. Im deutschen Sprachgebrauch ist das Wort Pudding vielleicht ein wenig verwirrend, da das, was für uns ein Vanillepudding ist, im Englischen „custard“ genannt wird. Ein „pudding“, auf der anderen Seite, ist schlichtweg ein Nachtisch oder Dessert und kann, wie in diesem Fall, auch eine Art von Kuchen sein. Denn darum handelt es sich bei „Sticky Toffee Pudding“: Ein malzig-süßer kleiner Kuchen, der noch warm mit einer Karamellsauce serviert wird und einfach himmlisch schmeckt. Der Teig ist schnell gemacht und beinhaltet nicht viel mehr als Mehl, Datteln, Butter und Zucker. Während die Küchlein backen kann das Toffee zubereitet werden und somit ist das Dessert innerhalb weniger als einer Stunde fertig.

Guiness-Schokotorte

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Der Herr L und ich haben die Half-Term Holidays (eine geniale Idee sowas) dazu genutzt, um uns in Irland zu treffen. 6 Tage lang erkundeten wir nicht nur die quirlige Hauptstadt der smaragdgrünen Insel, sondern fuhren wir mit unserem wunderbaren kleinen Leihauto auch an die Westküste Irlands, wo wir die einsamen Strände Connemaras auskundschafteten, die Cliffs of Moher bestaunten und das unglaublich charmante Galway genossen. Natürlich gab es bei all den Unternehmungen auch das ein oder andere Guiness zu verkosten, und auch, wenn ich bis dahin recht kritisch war – in der Umgebung passt es einfach und schmeckt wunderbar. Danach ging’s zurück nach Newcastle, wo ich dem Herrn L „meine“ Stadt zeigen konnte, ihn in die Lage meiner geheimen Lieblingsplätze eingeweiht habe und wir einfach die gemeinsame Zeit genießen konnten. Viel zu schnell war diese Zeit aber schon wieder herum und ich musste ihn schweren Herzens wieder nach Hause fliegen lassen.

DSC_0037Diese Reise hat mich inspiriert, eine Torte zu backen, die an die Gemütlichkeit der Iren und ihrer Pubs erinnert. Und weil das weiter oben schon erwähnte Guiness einen festen Platz in dieser Kultur hat, darf es auch die Hauptrolle spielen. Wie, werden jetzt einige denken, Bier im Kuchen? Ja! In Schokotorten passt es nämlich unglaublich gut und verstärkt nur noch mehr den Schokoladegeschmack, ohne auch nur ein bisschen nach Bier zu schmecken. Mit einer Schokoladefüllung und eingestrichen mit einer Ganache ist diese Torte eine wahre Schokobombe, ohne zu allzu süß zu sein und hat meiner Meinung nach auch das Zeug zum perfekten Männerkuchen!