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Himmlische Blaubeertörtchen

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Langsam aber sicher ist klar: Der Frühling kommt mit großen Schritten. Die ersten Frühlingsboten haben der Herr L und ich schon Mitte Februar entdeckt, als wir auf unsrem Schottlandtrip auf dem Weg zum Strand tapfere Schneeglöckchen und Narzissen entdeckt haben, die wacker dem Wind trotzten. Und auch hier in Newcastle fängt es überall zu blühen an und der Wintermantel bleibt den Großteil der Zeit nicht nur bei den kälteresistenten Geordies, sondern auch bei mir im Schrank hängen. Zwar weht immer noch ein kühles Lüftchen, doch die kalten, kurzen Tage des Winters sind eindeutig vorbei. Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen und sobald die Sonne scheint, sitzen viele schon draussen und genießen ihren Kaffee im Freien.

Hello Spring!

Hello Spring!

Mit dem wärmeren Wetter kommt auch die Lust auf fruchtig-leichten Nachtisch. Vorbei ist die Zeit von wärmenden Soulfood, das Kraft gibt, die kalten Tage des Winters zu überstehen. Von jetzt an kommt bei mir wieder der Sommer auf den Tisch! Obwohl ich ja sonst versuche, Zutaten zu verwenden für die Saison ist und die wenn möglich in der Nähe wachsen, musste ich dieses Mal eine Ausnahme machen. Denn als bekennender Beerenfan konnte ich mich nicht zurückhalten und MUSSTE am Markt zugreifen, als ich diese leckeren Blaubeeren gesehen habe.

Marmorkuchen reloaded

Marmorkuchen

So spannend und aufregend es auch ist, in einem anderen Land zu leben, so sehr sehnt man sich manchmal auch nach der Heimat. Nach den Lieben, den Gewohnheiten, dem Essen, ja manchmal sogar nach den Gerüchen, die man mit bestimmten Orten und Erlebnissen in Verbindung bringt. Ihr kennt das bestimmt: Zimt- und Apfelgeruch lässt mich oft an Weihnachten denken, Popcorn an Kino und der Duft von Heu erinnert mich an das Meerschweinchen das ich mal hatte. Auch Menschen, die einem nahe stehen, bringt man oft mit Gerüchen in Verbindung. Bei meiner Oma ist das meistens der Duft von frisch gebackenem Kuchen, der mich willkommen heißt. Neben simplen aber unglaublich leckeren Blechkuchen mit Zwetschgen oder Marillen, Apfelstrudel, Zucchinikuchen und Rouladen ist es für mich immer der Marmorkuchen, der mein Herz höher schlagen lässt. Ein Klassiker, aber ganz und gar nicht langweilig oder staubtrocken, wie einige vielleicht meinen werden. Und mit dem Rezept von meiner Oma kann auch gar nichts schiefgehen. Marmorkuchen backt nämlich keiner so gut wie sie: Saftig, flaumig und trotzdem fest, mit einer wunderschönen Marmorierung. Ganz klar mein Favorit wenn es um klassische Kuchen zum Sonntagskaffee geht und der ideale Heimweh-Tröster in der Ferne.

Marmorkuchen

Da kam es gerade recht, dass Clara mal wieder zu einer neuen Runde von Ich backs mir geläutet hat. Das Thema: Lieblingskuchen. Ich muss gestehen, dass es mir anfangs schwer gefallen ist mich für einen Kuchen zu entscheiden. Schokolade? Karotte? Joghurttorte? Oder doch lieber eine aufwendige Windbeuteltorte? Fast wäre es ein einfacher Becherkuchen geworden (mal ehrlich, mit dem kann man nie was falsch machen), bis mir dieser Klassiker in den Sinn kam. Von da an war es ganz klar, wer das Rennen machen wird. In der Vorweihnachtszeit kommt der Duft des Marmorkuchens wie gerufen, um die letzten Tage bis zum Urlaub in der Heimat zu versüßen. Die Zutaten, die man dafür braucht, sind meistens vorrätig und so kann dem Backen eigentlich nichts mehr im Weg stehen!

Sticky Toffee Pudding

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Heute gibt’s mal wieder einen Gastbeitrag. Kevin bloggt auf “Law of Baking” und teilt dort mehrmals die Woche wunderbare Rezepte. Als einen der wenigen Männer in unsrem “Business” kann ich ihn euch nur ans Herz legen! Dank seinem Prüfungsstress hab’ ich heute die Ehre, seine Leser mit einem Rezept zu versorgen. Den Beitrag findet ihr hier, das Rezept hab ich natürlich auch für euch. Da Kevin nicht nur die Liebe zum Backen, sondern auch die zur britischen Insel mit mir teilt, lag es klar auf der Hand, dass es heute ein landestypisches Dessert werden musste.

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Zum ersten Mal probiert habe ich diesen Nachtisch als ich im Herbst hier angekommen bin und mir zu Beginn Schottland ein wenig angesehen habe. In einem kleinen Restaurant in Stirling hat mir der Kellner dann „Sticky Toffee Pudding“ zum Abschluss des Essens empfohlen – und somit eine wunderbare Liebesgeschichte iniziiert. Im deutschen Sprachgebrauch ist das Wort Pudding vielleicht ein wenig verwirrend, da das, was für uns ein Vanillepudding ist, im Englischen „custard“ genannt wird. Ein „pudding“, auf der anderen Seite, ist schlichtweg ein Nachtisch oder Dessert und kann, wie in diesem Fall, auch eine Art von Kuchen sein. Denn darum handelt es sich bei „Sticky Toffee Pudding“: Ein malzig-süßer kleiner Kuchen, der noch warm mit einer Karamellsauce serviert wird und einfach himmlisch schmeckt. Der Teig ist schnell gemacht und beinhaltet nicht viel mehr als Mehl, Datteln, Butter und Zucker. Während die Küchlein backen kann das Toffee zubereitet werden und somit ist das Dessert innerhalb weniger als einer Stunde fertig.

Guiness-Schokotorte

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Der Herr L und ich haben die Half-Term Holidays (eine geniale Idee sowas) dazu genutzt, um uns in Irland zu treffen. 6 Tage lang erkundeten wir nicht nur die quirlige Hauptstadt der smaragdgrünen Insel, sondern fuhren wir mit unserem wunderbaren kleinen Leihauto auch an die Westküste Irlands, wo wir die einsamen Strände Connemaras auskundschafteten, die Cliffs of Moher bestaunten und das unglaublich charmante Galway genossen. Natürlich gab es bei all den Unternehmungen auch das ein oder andere Guiness zu verkosten, und auch, wenn ich bis dahin recht kritisch war – in der Umgebung passt es einfach und schmeckt wunderbar. Danach ging’s zurück nach Newcastle, wo ich dem Herrn L “meine” Stadt zeigen konnte, ihn in die Lage meiner geheimen Lieblingsplätze eingeweiht habe und wir einfach die gemeinsame Zeit genießen konnten. Viel zu schnell war diese Zeit aber schon wieder herum und ich musste ihn schweren Herzens wieder nach Hause fliegen lassen.

DSC_0037Diese Reise hat mich inspiriert, eine Torte zu backen, die an die Gemütlichkeit der Iren und ihrer Pubs erinnert. Und weil das weiter oben schon erwähnte Guiness einen festen Platz in dieser Kultur hat, darf es auch die Hauptrolle spielen. Wie, werden jetzt einige denken, Bier im Kuchen? Ja! In Schokotorten passt es nämlich unglaublich gut und verstärkt nur noch mehr den Schokoladegeschmack, ohne auch nur ein bisschen nach Bier zu schmecken. Mit einer Schokoladefüllung und eingestrichen mit einer Ganache ist diese Torte eine wahre Schokobombe, ohne zu allzu süß zu sein und hat meiner Meinung nach auch das Zeug zum perfekten Männerkuchen!

New York, New York

Nachdem der Sommer in Tirol heuer – mit Verlaub – zum Vergessen ist und mein Urlaub schon wieder weit entfernt scheint, träume ich mich immer wieder in fremde Länder und Städte. Mein Ausflug dieses Wochenende ging nach New York City. Was für eine Stadt! In meinem Traum erkundete ich die Sehenswürdigkeiten, spazierte durch die Straßen Brooklyns, entspannte im Central Park, betrieb Windowshopping an den Schaufenstern der Boutiquen Manhattans und ließ mich vom Nachtleben mitreißen.

Was auf so einer Reise natürlich auch nicht zu kurz kommen darf, ist die kulinarische Seite und so ist es wohl kein Wunder, dass ich nach meiner Rückkehr in die Realität nur an eines denken konnte: New York Cheesecake. Zum Glück sind die Himbeeren im Garten trotz gefühltem Dauerregen reif und warten nur darauf, endlich geerntet zu werden.

DSC_0229 - Arbeitskopie 2Für den perfekten New York Cheesecake habe die zwei Rezepte von monsieurmuffin und Martha Stewart kombiniert und damit ein Ergebnis erhalten, mit dem ich mehr als zufrieden bin! Außerdem habe ich die Menge geteilt und so zwei kleine Cheesecakes erhalten, die auch als Mitbringsel mächtig Eindruck machen.

Summer is coming

Gestern war endlich der Tag, auf den alle Schüler wohl schon seit Wochen und Monaten hinfieberten: Schulschluss. Mit einem mehr oder weniger guten Zeugnis heißt es nun ab in den Sommer und für zwei Monate (vorausgesetzt, die Noten waren entsprechend okay)  nicht mehr an Deutsch, Mathe, Englisch, Chemie und all die anderen Fächer, die einem während eines Schuljahres die Laune verderben können, zu denken. Die Ferien wollen ja schließlich genossen werden!
Motivtorte Ferien Schule

Mit dem Ende des Schuljahres ging für mich heuer auch das Ende meines ersten Arbeitsjahres einher. Und so, wie viele an Silvester darüber nachdenken, was sie im alten Jahr alles erlebt haben, so ergeht es Leuten, die im Schulwesen arbeiten jährlich Anfang Juli. Leicht nostalgisch und sentimental blicke ich also auf das vergangene Schuljahr zurück: Ein Jahr, in dem ich viele neue Menschen kennenlernen und mit ihnen zusammenarbeiten durfte – Menschen, die mir zum Teil sehr ans Herz gewachsen sind. Ein Jahr, in dem ich endlich die Früchte des Studiums ernten konnte. Ein Jahr, in dem ich viel über mich selbst erfahren habe, in dem ich erkannt habe, wo meine Stärken und Schwächen sind und in dem ich meinen Zielen ein Stück näher gekommen bin. Ein Jahr, das neben seinen Höhen natürlich auch seine Tiefen hatte, in dem ich meine Entscheidung, diesen Beruf zu ergreifen, aber keine Sekunde bereut habe.

Under the Sea – Arielle Torte

Arielle Torte

 The seaweed is always greener
In somebody else’s lake
You dream about going up there
But that is a big mistake
Just look at the world around you
Right here on the ocean floor
Such wonderful things surround you
What more is you lookin’ for?

Under the sea
Under the sea
Darling it’s better
Down where it’s wetter
Take it from me
Up on the shore they work all day
Out in the sun they slave away
While we devotin’
Full time to floatin’
Under the sea

Arielle Torte

 

Wer erinnert sich nicht an Arielle, die Meerjungfrau, die das Meer nach Überbleibsel der Menschen durchsucht und eigentlich nichts lieber täte, als ihre Flossen gegen Beine zu tauschen und an Land zu gehen? Dieser Film begleitet mich seit meiner Kindheit und noch heute träume ich mich immer wieder in diese Welt unter dem Meer und schwimme mit Arielle, Fabius und Sebastian durch Atlantika.