to top

Chocolate Mug Cake

DSC_0283

Nach den Weihnachtsfeiertagen, die meine Mitbewohnerinnen und ich zuhause bei unseren Familien verbracht haben (wobei sich die Orte wohl kaum mehr unterscheiden könnten: Während ich im verschneiten Tirol war, ging es für die eine ins sonnige Teneriffa und für die andere nach Frankreich in einen kleinen Ort zwischen Bordeaux und Cognac) mussten wir bei einem Blick in den Spiegel schweren Herzens feststellen, dass das große Fressen leider doch seine Spuren hinterlassen hat. Also verordneten wir uns kurzentschlossen eine Diät und verbannten Schokolade, Kekse und alles, was sonst noch schlecht für die Figur sein könnte aus dem Haus und kauften bei unsrem nächsten Supermarktbesuch nur noch gesunde Sachen.

Mug Cake2

Wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, läuft dieser Versuch mäßig gut. So kam es dann auch, dass sich nach eineinhalb Wochen ein Schokoheißhunger breitmachte, der sich nicht mehr durch ein gesundes Low-Fat-Joghurt zum Nachtisch stillen ließ. Abhilfe musste her. Nur was? Außerdem war es bereits mitten am Nachmittag und wer meinen Ofen hier kennt weiß, dass spontanes Backen zwar möglich ist, jedoch viel Geduld voraussetzt. Und die war dank bereits erwähntem Heißhunger auf Schokolade eben eher knapp bemessen. Unsere Situation schien in diesem Moment gelinde gesagt aussichtslos.

Millionaire’s Shortbread with a twist

DSC_0480 - Arbeitskopie 2Jetzt mal ganz ehrlich: Jeder von uns hat ja seine (mehr oder weniger) geheime Sucht. Bei den einen ist das Peanut-Butter, andere lassen für Lakritze alles stehen und liegen. (Ich nicht, denn diese Vorliebe für das schwarze Zeugs konnte ich noch nie verstehen.)Viele werden vielleicht sagen, dass sie sich ohne Schokolade ihr Leben nicht mehr vorstellen können. Für mich gibt es auf die Frage, wofür mein Süßigkeitenherz wirklich schlägt, nur eine ehrliche Antwort: Karamell. Oh, diese zuckrig-goldene Masse lässt mir schon beim Gedanken daran das Wasser im Mund zusammenlaufen! Egal, in welcher Kombination es ist, ich liebe es garantiert. Salty Caramell, Fudge oder Toffee? Immer nur her damit! Das geht soweit, dass ich mein Popcorn im Kino nur gemischt nehme (unten Karamell, oben das normale – also quasi Haupt- und Nachspeise in einer Tüte) und Gemüse und ähnliches am liebsten karamellisieren lasse!

Yumlaut

Als ich also gesehen habe, dass die liebe Persis von Yumlaut (die wohl meine Karamellliebe teilt, so oft wie es bei ihr in letzter Zeit Rezepte mit dieser süßen Versuchung gab) ihre Blogtaufe mit einem Shortbread-Event feiert, war für mich klar, was zu tun ist: Eine karamellige Variation muss her! Shortbreads sind übrigens schottisches Teegebäck, die geschmacklich ein klein wenig an Butterkekse erinnern, aber von der Konsistenz her viel weicher und krümeliger sind. Hier im Norden Englands sitze ich natürlich direkt an der Quelle was diese leckeren Kekse angeht und kann bei jedem Besuch eines Cafes oder Coffeeshops aus einer Auswahl verschiedenster Versionen dieses klassischen Gebäcks auswählen. Denn es gibt sie in unendlichen Variationen, mit Schokolade oder Matetee, mit Espressogeschmack oder Lemon-Poppy-Glaze. Fast würde ich ja sagen, dass ich die klassische Variante ohne viel Schnickschnack bevorzuge, wenn es da nicht diese klitzekleine Ausnahme gebe, die meine Augen leuchten lässt: Millionaire’s Shortbread. Na, was wird dabei wohl die Geheimzutat sein? Richtig.

Miracles do happen oder Die perfekten Macarons

“Sometimes I believe in as many as impossible things before breakfast”

DSC_0143

Macarons, diese kleinen, zart-knusprigen französischen Köstlichkeiten gehören wohl zu den raffiniertesten Dingen, die ich je zubereiten versucht habe. Eine glatte, knusprige Oberfläche (ein wenig wie Eierschalen) sollen sie haben, während die Konsistenz im inneren weich ist und an Meringue erinnert. Ganz wichtig für den perfekten Macaron sind aber die Füßchen die sich während dem Backen bilden sollen.

Das erste Mal hab ich mich vor 2 Jahren an den Versuch gewagt. Sagen wir’s mal so: Sie waren ganz in Ordnung und schmeckten nicht schlecht. Zufrieden war ich dennoch nicht. Die Mandeln waren nicht fein genug gemahlen, weswegen die Oberfläche eher an einen Mondkrater erinnerte und Füßchen waren weit und breit keine zu sehen. Das nächste Experiment war noch schlimmer: Die Macarons gingen erst wunderschön auf, fielen aber dann plötzlich in sich zusammen! Ich ließ mich jedoch nicht entmutigen und machte weiter. Ich probierte verschiedene Rezepte, fing an, meine Mandeln und auch den Puderzucker selbst ganz fein zu mahlen und sah mir Youtube Videos an, bis ich irgendwann, Anfang dieses Jahres, DAS Rezept fand. Und auf einmal waren sie da: die perfekten Macarons.

Sommerbeeren-Pavlovas

DSC_0019 - Arbeitskopie 2Clara, der Tastesheriff, hat gerufen. Bei ihrem monatlichen Backevent “Ich backs mir” stand im Juli – ganz wie es in diesem Sonnenmonat sein sollte – der Sommer im Vordergrund. Gesucht wurden die schönsten Sommerrezepte, gebacken, versteht sich.

Nun muss ich ja sagen, dass ich dank meines Urlaubs dann doch ein wenig spät dran bin mit meinem Beitrag, trotzdem wollte ich unbedingt mitmachen. Ich finde die Idee, gemeinsam zu einem bestimmten Thema zu backen und sich dann durch die verschiedenen Ausführungen zu klicken toll und freue mich jedes Monat darauf zu sehen, was andere Bloggerinnen und Blogger daraus gemacht haben – auch wenn ich es bis heute leider noch nicht geschafft habe, dabei mitzumachen. Das soll sich jetzt aber ändern! In letzter Minute quasi bin ich dann doch noch fertig geworden und präsentiere euch meine beerigen Pavlovas.

Ich war dieses Wochenende nämlich in Vorarlberg, um mir bei den Bregenzer Festspielen die Zauberflöte anzuschauen. Am Rückweg durch Dornbirn hab’ ich am Markt ganz fantastisch aussehende Brombeeren und Heidelbeeren entdeckt, an denen kein Weg vorbeiführte. Und nachdem das Wetter heute ausnahmsweise mal wirklich schön und heiß war, konnte ich daraus auch ohne Gewissenbisse etwas wirklich sommerliches machen – Pavlovas.