So schmeckt der Sommer – Kokos-Rosentorte mit Marillen-Mascarponecreme und Brombeerspiegel

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Habt ihr die sommerlichen Tage letzte Woche auch so sehr genossen wie ich? Ich jedenfalls konnte von der Sonne nicht genug bekommen und habe meine Zeit, so gut es eben ging, draussen verbracht. Ob auf der Alm, beim Radfahren oder am See – Wege, das gute Wetter auszunutzen, gab es genug.

Trotzdem konnte ich nicht widerstehen und musste auch bei Temperaturen von bis zu 30°C den Ofen anwerfen – zu sehr hatte ich die Küche und den Ofen vermisst. Erst in den letzten Monaten habe ich nämlich gelernt, meinen Backofen zuhause wirklich richtig wertzuschätzen. Ein Ofen, der innerhalb von Minuten vorheizt, Ober- UND Unterhitze sowie Umluft hat und dann noch gleichmäßig backt – ein Genuss! Kein Wunder also, dass mir die Ideen nicht ausgingen und ich die letzten zwei Wochen allerhand Rezepte umsetzte, die ich mir in den Monaten zuvor ausgedacht habe. Zwar hatte ich deshalb nicht allzu viel Zeit zu bloggen und von meinen Ergebnissen zu erzählen, doch das wird in den nächsten Tagen nachgeholt. Viel werde ich zu dem, was ich in letzter Zeit so getrieben habe, an dieser Stelle noch nicht sagen, doch eins kann ich euch verraten: Backen muss nicht immer süß sein 😉

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Für den heutigen Beitrag hab ich euch allerdings – getreu meinem Namen – eine leckere Torte mitgebracht, wie ihr so bestimmt noch nie eine probiert habt. Anlass dazu war, dass ich mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vom Herrn L bedanken wollte. Denn dass ich in meinem Auslandsjahr soviel herumgereist bin und (fast) alle Ecken Großbritanniens kennenlernen durfte, war natürlich auch davon abhängig, dass der Herr L sich, wann immer ich mehrere Tage frei hatte, Urlaub genommen hat um mich zu besuchen und mit mir die Insel(n) erkundet hat. Dass das für Vorgesetzte und Mitarbeiter nicht immer einfach war, ist klar. Umso mehr war es mir ein Anliegen, mich nach meiner Rückkehr für die Kulanz und freundlichen Worte, die ihm in dieser Zeit zugekommen sind, erkenntlich zu zeigen.

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Eine Torte schien mir für diesen Zweck durchaus angemessen, und schnell war mir auch klar, in welche Richtung es gehen sollte. Beim Einkaufen hatte wunderbar saftige Marillen gefunden, außerdem Brombeeren, die zum Anbeißen aussahen. Außerdem hatte ich von einer Bekannten selbstgemachten Rosenblütenzucker geschenkt bekommen, den ich unbedingt mal ausprobieren wollte. Nach einigem Tüfteln und Überlegen hatte ich dann das perfekte Rezept für meine Kokos-Rosentorte mit Marillen-Mascarponecreme und Brombeerspiegel zusammen, das ich euch nicht vorenthalten will. Die Rückmeldungen, die ich bekommen habe, sprechen zumindest von einem vollen Erfolg. Probiert es aus!

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Kokos-Rosentorte mit Marillen-Mascarponecreme und Brombeerspiegel 

Zutaten

Für den Boden
6 Eier, getrennt
130g Zucker
60g Kokosraspeln
100g Mehl
1 1/2 EL Stärke
20g Rosenzucker

Für die Creme
300g Marillen (schon entkernt)
230g Zucker
300g Mascarpone
250g Joghurt
200g Magertopfen
6 Blätter Gelatine

Für den Brombeerspiegel
150g Brombeeren
75g Gelierzucker 3:1
4 Blätter Gelatine

Außerdem
Kokosraspeln
einige Beeren

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Und so wird’s gemacht

Den Ofen auf 170°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Für den Boden das Eiweiß so lange schlagen, bis es leicht schaumig und weiß ist. Langsam den Zucker einrieseln lassen und weiterschlagen, bis es steifgeschlagfen ist, dann das Eigelb einrühren. Kokosraspeln, Mehl, Stärke und Rosenzucker mischen und unter die Ei-Zuckermischung heben. Den Teig in eine vorbereitete Backform mit 24cm Durchmesser geben und bei 165°C für 40 – 50 Minuten (Stäbchenprobe!) backen. Auskühlen lassen.

Für die Creme die entkernten, kleingeschnittenen Marillen mit dem Zucker aufkochen lassen. So lange weiterköcheln, bis die Marillen weich sind, dann entweder durch ein Sieb streichen oder mit einem Pürierstab fein pürieren. Beiseite stellen und auskühlen lassen. Die Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen. Mascarpone, Joghurt und Magertopfen miteinander verrühren, bis eine homogene Massen entsteht, dann das ausgekühlte Marillenpüree einrühren. Die Gelatineblätter ausdrücken und in einem kleinen Topf erwärmen, aber nicht zum Kochen bringen, bis die Gelatine zerrinnt. Kurz auskühlen lassen, dann einen Löffel der Mascarponecreme in die Gelatine rühren und vermischen. Anschließend die Gelatine in die restliche Mascarponecreme gießen und gut verrühren. Die Creme im Kühlschrank für mindestens eine halbe Stunde kalt stellen.

Für den Brombeerspiegel die Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen. Die Brombeeren mit dem Gelierzucker aufkochen und weichkochen lassen, anschließend pürieren. Die Gelatine ausdrücken und im noch warmen Brombeerpüree auflösen. Einen kleinen, runden Teller mit Frischhaltefolie auskleiden, das Brombeerpüree daraufgießen (darauf achten, dass es eine schöne, runde Form hat) und komplett auskühlen lassen.

Den Tortenboden halbieren und die untere Hälfte in einen Tortenring geben. Ein Drittel der Mascarponecreme daraufgeben und mit dem zweiten Tortenboden abschließen. Kurz kühlen, dann den Tortenring abnehmen und die restliche Torte mit der Creme an den Seiten und oben eindecken. Mit einer Teigspachtel oder der Hand Kokosraspeln an die Seiten drücken. Mittig oben auf die Torte den kalten, festen Brombeerspiegel geben (er lässt sich durch die Frischhaltefolie leicht vom Teller lösen) und die Torte nach Belieben mit der restlichen Creme und Beeren oder Ähnlichem dekorieren.

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