Darfs auch mal herzhaft sein? Flammkuchen mit Speck und Zwiebeln

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Heute gibt es eine Weltneuheit hier auf dem Blog: Laura dreams of Cakes wird herzhaft! Grund dafür sind die leckeren Flammkuchen, die ich euch heute zeigen möchte.

Zum ersten Mal gegessen habe ich Flammkuchen vor ein paar Jahren – ganz klassisch – in Straßburg. In einem kleinen Restaurant, dass sich auch die Zubereitung dieser Köstlichkeiten spezialisiert hat, habe ich mich in dieses Gericht verliebt. Ich kann mich zwar leider weder daran erinnern, wo dieses Lokal genau war bzw. wie es hieß, noch danach, was für einen Flammkuchen ich hatte (ich bild’ mir ja ein es wäre etwas mit Ziegenkäse und Honig gewesen, schwören könnt’ ich drauf aber nicht mehr), doch eines weiß ich: Schon nach dem ersten Bissen war ich begeistert. Auf derselben Reise habe ich noch ein paar Flammkuchen genossen, doch als ich zu Hause ankam, schien ich sie vergessen zu haben. Erst als ich den Herrn L kennengelernt habe und mit ihm zusammen ein französisches Kochbuch durchschmökert habe, entdeckte ich den Flammkuchen wieder. Das Rezept war durch Herrn L – seines Zeichens auch ein Flammkuchenliebhaber bereits mehrfach getestet und für gut befunden worden und so dauerte es wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt nicht allzu lange, bis mein erster Flammkuchen im Ofen landete. Seitdem haben wir viele Variationen ausprobiert – vor allem mit Speck und Pfifferlingen finde ich sie lecker, wenn es denn saisonbedingt möglich ist – und den Teig perfektioniert.

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Letzte Woche hatten meine Mitbewohnerinnen und ich nun Gäste eingeladen und beschlossen, dass jede von uns eine Kleinigkeit zum Essen vorbereiten würde. Da ich noch ein Stück Tiroler Speck von zu Hause übrig hatte – so etwas Leckeres gibt es in England nun mal nicht – beschloss ich, mich zum ersten Mal auch hier an Flammkuchen zu versuchen. Ich musste zwar teilweise ein wenig improvisieren, doch nun kann ich euch versprechen, dass dieses Rezept absolut Idiotensicher ist und auch mit dem schlechtesten Ofen im Handumdrehen gemacht werden kann. Außerdem hab’ ich herausgefunden – Not macht erfinderisch – dass ich für meinen Flammkuchen nicht mal Hefe brauche, was die Vorbereitungszeit immens verkürzt. Für den Belag habe ich diesmal ganz klassisch Lauch und Speck genommen, werde euch in Zukunft aber sicherlich mit noch mehr Ideen und Rezepten versorgen. Wem die Wartezeit zu lange dauert, der sollte bis dahin bei Clara vorbeischaun – bei ihr tummeln sich momentan jede Menge Rezeptideen für leckere Flammkuchen!

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Flammkuchen (für 5 Stück)

Zutaten

200g Mehl
75g Vollkornmehl (ich mag’s am liebsten mit Roggenmehl)
1TL Salz
1 ¼ EL Öl
150ml Wasser

2 große Zwiebel bzw. Lauch, in dünne Scheiben geschnitten
150g gewürfelter Speck
150g Créme Fraiche
75g Magertopfen
75g Sahne
Salz, Pfeffer und geriebene Muskatnuss zum abschmecken

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Und so wird’s gemacht

Die beiden Mehlsorten mit dem Salz vermischen. Nach und nach Wasser und Öl dazugeben und alle, am besten von Hand, zu einem elastischen Teig kneten. Sollte euch der Teig zu trocken vorkommen, könnt ihr ein bisschen Wasser zugeben, ist er zu klebrig, gebt noch ein wenig Mehl dazu. Den Teig in eine ausgemehlte Schüssel geben und für ein paar Minuten rasten lassen.

Für den Belag in der Zwischenzeit die Creme Fraiche mit Topfen und Sahne cremig rühren und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

Den Ofen auf 200C vorheizen. Wenn ihr wie ich auf einem Pizzastein backt (damit geht’s noch schneller und der Flammkuchen wird superknusprig) lasst ihn im kalten Ofen mit heiss werden, sonst springt er!

Den Teig in 5 gleiche Teile teilen. Rollt ihn auf einer bemehlten Fläche so dünn wie möglich aus. Ich mach meistens eine ovale Form weil ich das am hübschsten finde. Nun gebt ihr einen Flammkuchen auf ein mit Backpapier belegtes Backbleck (oder auf die Pizzaschaufel für den Pizzastein), bestreicht ihn mit der Creme Fraiche Mischung und verteilt Zwiebel und Speck darauf. Im Ofen ca. 10 Minuten backen.

Mit den restlichen Flammkuchen gleich verfahren und am besten noch heiß genießen!

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No Comments

  • Fredi 26. Mai 2015 at 09:43

    Hört sich echt gut an, perfekt für den Sommer! 🙂
    LG Fredi

    https://slobberlifestyle.wordpress.com/

    Reply
    • lauradreamsofcakes 26. Mai 2015 at 12:19

      Oh ja, das solltest unbedingt mal ausprobieren!
      Liebe Grüße,
      Laura

      Reply
  • Kimi 26. Mai 2015 at 12:09

    So ein klassischer Flammkuchen ist einfach toll!!! Ich mach den Teig auch immer ohne Hefe, braucht er meiner Meinung auch gar nicht. Je dünner desto besser (zumindest für mich :-D).
    Liebe Grüße,
    Kimi

    Reply
    • lauradreamsofcakes 26. Mai 2015 at 12:16

      Noch eine Flammkuchenliebhaberin! Ja, ich mag den Teig ganz dünn auch am liebsten 🙂 Deine Variante mit Lachs sieht übrigens auch ganz wunderbar aus, werd ich bestimmt mal probieren!
      Liebe Grüße,
      Laura

      Reply
  • Kathi 26. Mai 2015 at 15:59

    Sieht super aus! Das „Original“ ist einfach immer noch am besten, nicht wahr 😉

    Liebe Grüße
    Kathi
    von The constant efforts

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    • lauradreamsofcakes 27. Mai 2015 at 18:47

      Dankeschön 🙂 Ja, da kann man einfach nichts falsch machen.
      Liebe Grüße,
      Laura

      Reply
  • Sarah 27. Mai 2015 at 16:42

    Wie lecker! Nach wie vor experimentiere ich gerne mit den Belägen, mag aber trotzdem meist die klassische Variante mit Speck und Zwiebeln wie bei dir am liebsten. 😉
    Liebe Grüße,
    Sarah

    Reply
    • lauradreamsofcakes 27. Mai 2015 at 18:49

      Danke 🙂 Deine Version mit Kartoffelscheiben klingt aber auch wirklich lecker! Werd ich auch mal ausprobieren 🙂
      Liebe Grüße,
      Laura

      Reply

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