Odu ans Bananenbrot

Bananenbrot

Mit einer meiner Schülerinnen lese ich gerade das Buch “Rico, Oscar und das Herzgebreche” von Andreas Steinhöfel. In dem Roman geht es um den tiefbegabten Rico, der mit seinem hochbegabten Freund Oscar alle möglichen Abenteuer erlebt. Als Rico auf einem ihrer Streifzüge den kleinen Jack Russel Terrier „Porsche“ entdeckt, verliebt er sich sofort in ihn und dichtet deshalb ein Lied für ihn:

„Und plötzlich hatte das sehnsuchtsvolle Lied in meinem Kopf sogar einen Text. Einen feierlichen Text nennt man eine Odu, und meine ging so:

Odu and Porsche

Es war einmal ein kleiner Hund,
kerngesund,
kugelrund –
Zupfekuchenränzchen.

An Pfosten schnuppern fand er fein,
hob hier ein Bein,
hob dort ein Bein – Laternenpullertänzchen.

Odu geliebtes Porschetier!
Komm zu mir,
bleib doch hier –
Kaffeekringelschwänzchen.“

Was hat das jetzt aber mit Bananenbrot? Eigentlich nicht viel. Naja, um ehrlich zu sein gar nichts. Die Sache ist nur die, dass ich absolut süchtig nach Bananenbrot bin, seit meine Schwester und ich es vor zwei Jahren zum ersten Mal gebacken haben. Keine Sorge, ich werde jetzt nicht zu Dichten anfangen, auch wenn das Bananenbrot das wirklich verdient hätte. Lieber erzähle ich euch, was ich daran eigentlich so toll finde:

Bananenbrot

Bananenbrot ist nicht euer gewöhnlliches Dessert. Es ist kein Kuchen, den man mit schlechtem Gewissen zu besonderen Gelegenheiten essen kann. Im Gegenteil: Lecker, dabei nicht zu süß, und mit Nüssen und Bananen gesund genug, damit es sogar als Frühstück herhalten kann! Ganz im Ernst: Ich kann nicht genug davon kriegen. Schon wenn es im Ofen ist und der Geruch die Wohnung durchströmt kann ich mich vor Vorfreude kaum halten was dazu führt dass es, sobald es fertig ist, nicht lange überlebt.

Nachdem ich das Bananenbrot das erste Mal gebacken habe ist nun doch schon viel Zeit vergangen und demenentsprechend hatte ich Zeit, es zu verändern und zu verfeinern, bis ich nun bei „meinem“ Rezept angelangt bin. Viele Bananenbrotrezepte, die man im Internet findet, verlangen nach mindestens einem Ei. Aus irgendeinem Grund finde ich die Idee allerdings ziemlich abstoßend – keine Ahnung warum, schließlich backe ich ja sonst auch mit Eiern. Im Bananenbrot mag ich das allerdings irgendwie nicht. Vielleicht, weil es für mich dann doch zu viel mit Brot zu tun hat. Oder vielleicht bin ich da einfach nur komisch und hab’ einen leichten Spleen.

Bananenbrot

Nachdem ich in letzter Zeit zumindest im Alltag so gut es geht auf Kuhmilch verzichten versuche (und das Bananenbrot für mich eindeutig zum Alltag gehört), habe ich die Milch außerdem durch jegliche pflanzliche Milch ersetzt, die ich gerade zu Hause habe. Das sind dann je nachdem entweder Reismilch, Mandelmilch oder Kokosmilch. Nachdem ich nur wirklich überreife Bananen verwende und mein Bananenbrot nicht zu süß mag, kann ich auf den Zucker verzichten und bekomme so eine Art Kuchen, der sich sowohl als Frühstück, als Dessert oder auch einfach als Snack zwischendurch eignet und so lecker ist, dass er einfach süchtig macht. Und mit den Bananen und Nüssen ist er doch eigentlich schon richtig gesund nicht?

In Scheiben geschnitten lässt sich das Bananenbrot übrigens super einfrieren, sollte man die Finger davon lassen können und es nicht sofort aufessen.

Bananenbrot

Das leckerste Bananenbrot der Welt

Zutaten
3 sehr reife Bananen
400g Mehl oder 350g Vollkornmehl
1 gehäufter TL Backpulver
80g Butter oder Margarine
120ml Reis, Mandel- oder Kokosmilch
Mark einer Vanilleschote oder 1 TL Vanilleextrakt
40g Nüsse nach Wahl

Und so wird’s gemacht
Den Ofen auf 160°C vorheizen.
Die Bananen mit einer Gabel gut zerdrücken. In einer Rührschüssel Mehl und Backpulver vermischen. Butter oder Margarine schmelzen und die Mehl-Backpulvermischung und den Bananenmatsch einrühren. Das Vanillemark in der Milch auflösen und die Milch zum restlichen Teig geben, alles gut verrühren. Zum Schluss noch die Nüsse unterrühren.
Den Teig in eine vorbereitete Kastenform geben und im Ofen für ca. 40 – 50 Minuten backen.

Bananenbrot

7 Comments

  • Sonja 31. März 2015 at 07:01

    Mmmh, Bananenbrot – ich liebe es einfach 😉

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  • Selbstgemachte Müsliriegel und Gewinnspielauslosung | Laura dreams of Cakes 18. Mai 2015 at 09:41

    […] das ich in Scheiben geschnitten zur Arbeiten mitgenommen habe. Ein Rezept dafür findet ihr hier. Da ich aber nicht jeden Tag das Gleiche essen will (auch, wenn sich das Bananenbrot wunderbar […]

    Reply
  • Fan 5. Juli 2015 at 10:09

    Das Bananenbrot ist total lecker und hab es schon öfter gebacken. Für Zwischendurch oder als kleiner Snack vor dem Kiga ideal. Nur sieht es bei mir aus wie nicht richtig durchgebacken, egal wie lang es im Ofen ist obwohl beim Stäbchentest nichts mehr dran ist am Stäbchen. Irgendwas mach ich falsch, nur was?

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    • lauradreamsofcakes 5. August 2015 at 14:17

      Hi! Irgendwie hab ich dich übersehen, das tut mir leid! Das kann schon passieren, das liegt wahrscheinlich an den Bananen – wenn es dich sehr stört, versuch es doch mal mit einer Banane weniger?
      Liebe Grüße,
      Laura

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  • Schoko-Bananengugelhupf | Laura dreams of Cakes 4. Oktober 2016 at 07:05

    […] Verliebt in die Bananenbäckerei habe ich mich schon vor ein paar Jahren, als ich mein erstes Bananenbrot gebacken (und in Windeseile aufgegessen) habe. Besonders toll finde ich dabei, dass man dank ihres […]

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  • Schoko Banane Gugl oder die perfekte Schokoglasur | Laura dreams of Cakes 12. Juli 2017 at 07:01

    […] mit überreifen Bananen? Genau – man gibt ihnen eine zweite Chance. Entweder als saftiges Bananenbrot oder – für alle mit großem Schokohunger – als diese süßen Schoko Banane Gugl mit […]

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