Chocolate Mug Cake

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Nach den Weihnachtsfeiertagen, die meine Mitbewohnerinnen und ich zuhause bei unseren Familien verbracht haben (wobei sich die Orte wohl kaum mehr unterscheiden könnten: Während ich im verschneiten Tirol war, ging es für die eine ins sonnige Teneriffa und für die andere nach Frankreich in einen kleinen Ort zwischen Bordeaux und Cognac) mussten wir bei einem Blick in den Spiegel schweren Herzens feststellen, dass das große Fressen leider doch seine Spuren hinterlassen hat. Also verordneten wir uns kurzentschlossen eine Diät und verbannten Schokolade, Kekse und alles, was sonst noch schlecht für die Figur sein könnte aus dem Haus und kauften bei unsrem nächsten Supermarktbesuch nur noch gesunde Sachen.

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Wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, läuft dieser Versuch mäßig gut. So kam es dann auch, dass sich nach eineinhalb Wochen ein Schokoheißhunger breitmachte, der sich nicht mehr durch ein gesundes Low-Fat-Joghurt zum Nachtisch stillen ließ. Abhilfe musste her. Nur was? Außerdem war es bereits mitten am Nachmittag und wer meinen Ofen hier kennt weiß, dass spontanes Backen zwar möglich ist, jedoch viel Geduld voraussetzt. Und die war dank bereits erwähntem Heißhunger auf Schokolade eben eher knapp bemessen. Unsere Situation schien in diesem Moment gelinde gesagt aussichtslos.

Als nun aber schon jede Hoffnung verloren schien, kam mir der rettende Einfall: Ein Schoko Mug Cake. Kein Cupcake, sondern ein Kuchen in der Tasse. Einfach, lecker, schnell und dabei auch noch hübsch anzusehen. Alles was man braucht is Mehl, Backpulver, Milch, Zucker, Kakao und etwas Öl, schon steht dem Kuchen Glück nichts mehr im Wege. Oh – und eine Mikrowelle.

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Ja, dieser kleine Zusatz machte mich anfangs auch eher misstrauisch und ist einer der Gründe, warum ich Mug Cakes bislang eher aus dem Weg gegangen bin. Ich bin nicht der größte Mikrowellen-Fan und versuche eigentlich, sie so oft es geht zu vermeiden. Mit ein wenig Vorausplanung ist ein Leben ohne Mikrowelle leicht möglich und, meiner Meinung nach, ein Stück gesünder. Wenn’s mal schnell gehen muss, ist so ein Gerät aber dennoch recht praktisch und in diesem Fall sogar ein Lebensretter, da der Schokohunger in kürzester Zeit gestillt werden könnte. Für all jene, die trotzdem standhaft genug sind, sich gegen den Mikrowelleneinsatz zu wehren (oder die sogar stark genug sind, diese gar nicht erst ins Haus zu lassen), gibt es natürlich auch eine mikrowellenfreie Option für den Schokogenuss – dauert dann halt ein klein wenig länger.

Ich habe meinen Mug Cake noch mit einem leckeren Schokofrosting bestrichen, um den Schokowahnsinn zu vollenden.

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Chocolate Mug Cake

Zutaten (für 2 kleine Kuchen in der Tasse)
3 Esslöffel Mehl
1.5 Esslöffel ungesüßtes Kakaopulver
1.5 Esslöffel Zucker
0.5 Teelöffel Backpulver
0.5 Teelöffel Vanillezucker
eine Prise Salz
3 Teelöffel geschmacksneutrales Öl
3 Esslöffel Milch

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Und so wird’s gemacht:

In einer Schüssel alle trockenen Zutaten gut vermengen. Öl und Milch hinzugeben, zu einer homogenen Masse verrühren und in  eine zuvor eingeölte hübsche Tasse oder ein Auflaufförmchen geben. Passt dabei auf, dass die Form nur bis Hälfte gefüllt wird! Lieber eine Tasse Kuchen mehr, als eine Sauerei in der Mikrowelle. Den Kuchen in der Mikrowelle auf höchster Stufe ca. 45 Sekunden – 1 Minute erhitzen oder alternativ im Ofen bei 180°C 15 Minuten backen. Auskühlen lassen, aus der Form geben oder gleich in der Tasse genießen.

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