Marmorkuchen reloaded

Marmorkuchen

So spannend und aufregend es auch ist, in einem anderen Land zu leben, so sehr sehnt man sich manchmal auch nach der Heimat. Nach den Lieben, den Gewohnheiten, dem Essen, ja manchmal sogar nach den Gerüchen, die man mit bestimmten Orten und Erlebnissen in Verbindung bringt. Ihr kennt das bestimmt: Zimt- und Apfelgeruch lässt mich oft an Weihnachten denken, Popcorn an Kino und der Duft von Heu erinnert mich an das Meerschweinchen das ich mal hatte. Auch Menschen, die einem nahe stehen, bringt man oft mit Gerüchen in Verbindung. Bei meiner Oma ist das meistens der Duft von frisch gebackenem Kuchen, der mich willkommen heißt. Neben simplen aber unglaublich leckeren Blechkuchen mit Zwetschgen oder Marillen, Apfelstrudel, Zucchinikuchen und Rouladen ist es für mich immer der Marmorkuchen, der mein Herz höher schlagen lässt. Ein Klassiker, aber ganz und gar nicht langweilig oder staubtrocken, wie einige vielleicht meinen werden. Und mit dem Rezept von meiner Oma kann auch gar nichts schiefgehen. Marmorkuchen backt nämlich keiner so gut wie sie: Saftig, flaumig und trotzdem fest, mit einer wunderschönen Marmorierung. Ganz klar mein Favorit wenn es um klassische Kuchen zum Sonntagskaffee geht und der ideale Heimweh-Tröster in der Ferne.

Marmorkuchen

Da kam es gerade recht, dass Clara mal wieder zu einer neuen Runde von Ich backs mir geläutet hat. Das Thema: Lieblingskuchen. Ich muss gestehen, dass es mir anfangs schwer gefallen ist mich für einen Kuchen zu entscheiden. Schokolade? Karotte? Joghurttorte? Oder doch lieber eine aufwendige Windbeuteltorte? Fast wäre es ein einfacher Becherkuchen geworden (mal ehrlich, mit dem kann man nie was falsch machen), bis mir dieser Klassiker in den Sinn kam. Von da an war es ganz klar, wer das Rennen machen wird. In der Vorweihnachtszeit kommt der Duft des Marmorkuchens wie gerufen, um die letzten Tage bis zum Urlaub in der Heimat zu versüßen. Die Zutaten, die man dafür braucht, sind meistens vorrätig und so kann dem Backen eigentlich nichts mehr im Weg stehen!

Marmorkuchen

Klassischer Marmorkuchen

Zutaten
4 Eier
180g Puderzucker
1TL Vanilleessenz (oder das Mark einer Vanilleschote)
200g Mehl
1TL Backpulver
130ml Wasser
130ml Öl
4TL ungesüßtes Kakaopulver
Wasser, nach Bedarf
Rum, nach Bedarf

Marmorkuchen

Und so wird’s gemacht
Den Backofen auf 180 C vorheizen. Backform mit Butter fetten und mit Mehl einstäuben.
Die Eier trennen. Das Eigelb mit dem Zucker und der Vanille sehr schaumig rühren, das Eiweiß steif schlagen. Dann abwechselnd Wasser und Öl in die Eigelb-Zucker Mischung rühren. Das mit dem Backpulver vermischte Mehl darüber sieben und unterrühren. Den Einschnee in zwei Teile teilen und die Hälfte unter den Teig heben. Nun etwas mehr als Hälfte des Teigs in eine vorbereitete Backform (wer’s ganz klassisch will nimmt eine Gugelhupfform) geben.

Marmorkuchen

Das Kakaopulver nun mit etwas Wasser oder Rum anrühren. Es sollte eine dickflüssige, breiige Konsistenz haben. Diesen Brei nun zum übrig gebliebenen Teig geben und gut vermischen, dann den Eischnee unterheben. Den Schokoteig nun auf den hellen Teig in die Form geben. Um das typische Marmormuster zu bekommen, die beiden Teigen an manchen Stellen vorsichtig vermischen. Am besten geht das, wenn ihr mit einer Gabel den hellen Teig an die Oberfläche holt.

Den Kuchen nun für ca. 50 Minuten im Ofen backen. Nach der Backzeit die Stäbchenprobe machen, den Kuchen aus dem Ofen nehmen und ihn gut auskühlen lassen. Den ausgekühlten Marmorkuchen aus der Form stürzen und vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Marmorkuchen

3 Comments

  • littlenecklessmonster 10. Dezember 2014 at 08:06

    Tolle Fotos! Da stimmt alles, finde es schön, wenn sich jemand Gedanken macht, wie er seine Rezepte präsentiert. Das gefällt mir sehr!
    Liebe Grüße von einem anderen Foodblog 🙂

    Reply
    • lauradreamsofcakes 10. Dezember 2014 at 09:13

      Oh vielen Dank! Die Kuchenesser finden ja, dass ich mir ein wenig zu viel Zeit dafür nehme 😉
      Das Kompliment kann ich aber nur zurück geben, deine Kürbissuppe hätt ich ja gern probiert!
      Alles Liebe
      Laura

      Reply
      • littlenecklessmonster 11. Dezember 2014 at 19:53

        Für schöne Fotos müssen sich die Kuchenesser gedulden 😉
        Danke, die ist auch nur zu empfehlen! Schade, dass die Kürbiszeit immer so schnell vorübergeht.

        Liebste Grüße
        Kerstin

        Reply

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