Miracles do happen oder Die perfekten Macarons

„Sometimes I believe in as many as impossible things before breakfast“

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Macarons, diese kleinen, zart-knusprigen französischen Köstlichkeiten gehören wohl zu den raffiniertesten Dingen, die ich je zubereiten versucht habe. Eine glatte, knusprige Oberfläche (ein wenig wie Eierschalen) sollen sie haben, während die Konsistenz im inneren weich ist und an Meringue erinnert. Ganz wichtig für den perfekten Macaron sind aber die Füßchen die sich während dem Backen bilden sollen.

Das erste Mal hab ich mich vor 2 Jahren an den Versuch gewagt. Sagen wir’s mal so: Sie waren ganz in Ordnung und schmeckten nicht schlecht. Zufrieden war ich dennoch nicht. Die Mandeln waren nicht fein genug gemahlen, weswegen die Oberfläche eher an einen Mondkrater erinnerte und Füßchen waren weit und breit keine zu sehen. Das nächste Experiment war noch schlimmer: Die Macarons gingen erst wunderschön auf, fielen aber dann plötzlich in sich zusammen! Ich ließ mich jedoch nicht entmutigen und machte weiter. Ich probierte verschiedene Rezepte, fing an, meine Mandeln und auch den Puderzucker selbst ganz fein zu mahlen und sah mir Youtube Videos an, bis ich irgendwann, Anfang dieses Jahres, DAS Rezept fand. Und auf einmal waren sie da: die perfekten Macarons.

Meine Retterin heißt Aurélie Bastian. Die in Deutschland lebende Französin lädt auf ihrer Seite Französisch Kochen dazu ein, mit ihr in die französische Küche einzutauchen und weiht ihre Leserschaft mit vielen hilfreichen Tipps und Tricks in die Kunst des Macaronsbackens ein. Wichtig ist vor allem eines: Bei Macaronschalen ist freestyle-backen fehl am Platz! Die Zutaten müssen genau bemessen sein und die Zeiten eingehalten werden, wenn man ein zufriedenstellendes Ergebnis erreichen will. Hält man sich aber ans Rezept, kann man sich schon bald über wunderschöne und leckere Macarons freuen, die überall Eindruck machen!                                                                                                                                                                            DSC_0139DSC_0138

Macarons nach Aurélie Bastian

Zutaten

45g Mandelpuder (sehr fein gemahlene Mandeln, ohne Schale)
75g Puderzucker
36g Eiweiß
10g Zucker
Lebensmittelfarbpuder nach Bedarf

Und so wird’s gemacht:

Mandelpulver und Puderzucker zusammen sehr fein mahlen und anschließend durch ein feines Sieb geben. Bleiben im Sieb grobe Reste, diese nochmal mahlen und wieder sieben.

Das Eiweiß schlagen bis es schaumig wird, den Zucker zugeben und weiterschlagen, bis eine glänzende Baisermasse entsteht. Nun die Lebensmittelfarbe einrühren.

Die Mandel-Puderzuckermischung unter 3 Mal in die Eimasse geben und mit einem Teigspachtel vorsichtig, aber entschlossen verbinden. Die Masse sollte aussehen wie Lava: leicht dickflüssig, aber nicht zu fest, so dass sie wie ein zusammenhängendes Band vom Spachtel abrinnt.

Die Masse in eine Spritztülle mit einem Lochaufsatz geben.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen oder eine Macaronmatte draufgeben und gleichmäßige Kreise (ca. so groß wie ein 2 Euro Stück) aufspritzen. Darauf achten, dass die Kreise ein wenig Abstand zueinander haben! Ein- oder zweimal das Backblech auf den Tisch schlagen, damit mögliche Luftblässchen entweichen. Nun die Macarons 20 bis 30 Minuten ruhen lassen, damit die Oberfläche antrocknet. Den Ofen auf 150°C Umluft vorheizen. Nach der Ruhezeit das Backblech hineingeben und den Ofen sofort auf 145°C runterschalten. 12 bis 14 Minuten backen, dann das Backblech aus dem Ofen nehmen und das Backpapier/die Macaronmatte sofort auf eine glatte, kühle Fläche geben. Wenn die Macaronschalen komplett ausgekühlt sind könnt ihr sie lösen und immer zwei Schalen mit einer Ganache (dazu werden 50g weiße Schokolade in 15g erhitzte Sahne eingerührt) füllen.

Gutes Gelingen!

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